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25.06.2012, 16:54 Uhr
Christlicher Glaube bietet Leitplanken für die Politik EAK Hessen: Neuer Landesvorstand gewählt
In seinem Rechenschaftsbericht ging der EAK-Landesvorsitzende, Staatsminister Axel Wintermeyer, auch auf die Grundsätze und künftigen Aufgaben des EAK ein. Er fördere unter anderem den Austausch von Kirche und Staat, von dem beide Seiten profitierten. Die grundgesetzlich garantierte Unabhängigkeit von Kirche und Staat dürfe nicht dazu führen, dass sich beide Seiten gegeneinander abschotteten.
Der neugewählte Landesvorstand
Es müsse vielmehr ein ständiger Dialog gesucht werden, zu dem der EAK-Landesverband u.a. durch regelmäßige Gespräche mit den beiden hessischen Landeskirchen beitrage.

Wintermeyer sprach sich für ein selbstbewusstes Profil der Christen in der Politik aus. Die Bibel sei kein Regierungsprogramm, doch der christliche Glaube biete wichtige Leitplanken für die Politik. Die drei zentralen Leitbegriffe seien Menschenwürde, Nächstenliebe und Verantwortung vor Gott. Auch beim Thema „Bewahrung der Schöpfung“ müsse der EAK Flagge zeigen. Es sei eines der größten Versäumnisse der CDU gewesen, das Thema Umweltschutz in den Anfängen den Grünen und der SPD überlassen zu haben, obwohl sie mit Herbert Gruhl einen profilierten Vertreter dieses Themas in den eigenen Reihen gehabt habe. Im Dialog mit anderen Religionen wie dem Islam forderte Wintermeyer eine stärkere Besinnung auf die eigenen Wurzeln. Es sei problematisch, dass unsere Gesellschaft kaum noch mit Frömmigkeit und kulturellen Selbstbewusstsein umgehen könne: „Wir dürfen ruhig deutlich machen, dass der christliche Glaube unser Antrieb ist. Ohne eigenen Standpunkt kann man keinen Dialog führen.“
 Wintermeyer rief die Delegierten mit Blick auf die Landtagswahl 2013/2014 dazu auf, die „sichere Wagenburg der Parteigremien“ zu verlassen, und auf die Menschen innerhalb der Kirche mit dem christlich-demokratischen Standpunkt zuzugehen.

Der stellvertretende EAK-Bundesvorsitzende, Landtagspräsident Norbert Kartmann, beschrieb in seinem Vortrag das Spannungsfeld zwischen christlichem Glauben und Politik.

Der neugewählte Landesvorstand:
Landesvorsitzender: Staatsminister Axel Wintermeyer; Stellvertreter: Tobias Utter MdL, Staatssekretär Mark Weinmeister; Schriftführer: Ulrich Caspar MdL; Beisitzer: Pfarrer Dr. Holger Böckel (Lahn-Dill), Dr. Klaus Christian Maier (Frankfurt), Pfarrer Wolfgang Schott (Schwalm-Eder), Christian Seyffarth (Schwalm-Eder); Irene Jost-Göckel (Darmstadt), Katja Metz (Hochtaunus); Pfarrer Jan Schäfer (Frankfurt), Pfarrer Marian Zachow (Marburg-Biedenkopf), Tobias Greilich (Wetterau), Pastor Ralph Habener (Hersfeld-Rotenburg), Dr. Otto Aden (Main-Kinzig). Kraft seines Amtes im Bundesvorstand gehört Landtagspräsident Norbert Kartmann dem Vorstand an.
(Eckhard Nickig)